Vampire Live – Lichtblicke und Schattenseiten
Das ist ein Zeitungsartikel für die Primae Noctes, die Zeitung, die unsere Vampire Live Domäne herausgibt.
„ich das erste mal von der Idee „Vampire live“ hörte, ahnte ich Schlimmes.
Wie, um alles in der Welt, sollen junge Erwachsene sich authentisch in die Rollen von alten Vampiren versetzen, und dann auch noch so aussehen? Wie sollen sie eine Atmosphäre darstellen, die der World of Darkness auch nur annährend gerecht wird?
Immerhin ist es das, weshalb wir Live und nicht Pen&Paper spielen: Wir können uns auf diese Weise besser in die Charaktere hineinversetzen, wir gewinnen eine Vorstellung von Ambiente, für einen Abend wird das Rollenspiel unsere neue, selbstgewählte Realität, in die wir uns ohne störende Pizzakartons und Würfel stürzen können.
Doch Vampire Live hat Schattenseiten. Beginnen wir doch einfach mit dem Problem der Darstellung: Was sich am Tisch mit Worten leicht beschreiben lässt, artet auf dem Live nicht selten als Plüschtiere, Plastikohren, Glitter und Ansagen, die oft in Worten ganze Aktionen beschreiben, ohne sie wirklich darstellen zu können.
„Ich laufe dort hinüber und springe mit einem eleganten Satz auf das Dach. Von da gebe ich noch zwei Schüsse auf dich ab.“
Und nun ist es an dir, dramatisch verletzt und überrascht zu spielen, obwohl nichts geschehen ist.
Die Ernsthaftigkeit an solchen Abenden variiert bei den einzelnen Personen immer bedächtlich. Während der eine sich schon den ganzen Tag auf die Stimmung eines 200 Jahre alten Ancilla eingestellt hat, entwirft der andere noch schnell am Abend einen Scherzcharakter, mit dem er möglichst hübsche Gimmiks produzieren und die Kompanie zum lachen bringen kann. Vampire Live wird eben immer mit verschiedenen Zielen gespielt. Diese Ziele unter einen Hut zu bekommen, ist oft nicht einfach. Gerade wenn Streitigkeiten beginnen. Und wer kennt sie nicht: Zwei verwechseln, was Ingame und was Outgame war, sie lassen Wissen umfließen oder sind wütend auf Spieler, deren Charaktere ihren Wünschen zuwiderhandeln. Persönlichkeiten sind nirgens ausgeschlossen, gerade nicht, wenn man über viele Monate mit seinem Körper ein und denselben Charakter darstellt.
Und an diesem Punkt stellt sich einem die Frage: Will man sich das wirklich antun? Und wofür?
Hier gibt es Gründe, die mindestens so zahlreich sind, wie die Vorwürfe.
Vampire Live ist eben nicht mit dem Tischrollenspiel gleichzusetzen, es ist ein ganz eigenes Spiel, eine ganz eigene Welt. Hier spielt man nicht mit 3 Spielern gegen einen Spielleiter, der eine Horde von 300 NSCs verkörpert. Hier hat man echte Gegenspieler, denen man von Angesicht zu Angesicht gegenüber steht. Kein Wunder, dass die Welt hier mitmal belebt ist, die Intrigen werden versponnener, die Ausgänge überraschender und dramatischer. Die Atmosphäre hängt an den Abenden in der Luft, wenn Ghul-NSCs die Gläser der Spieler mit Wein befüllen und unter gräulichem Licht an einem separaten Tisch leise konspirative Pläne besprochen werden. Hier ist man nicht nur näher am Geschehen, sondern auch näher an seinem eigenen Charakter. Man lernt ihn kennen. Nicht einmal habe ich von Mitspielern etwas gehört wie: „Sie stellt sich ganz anders heraus, als ich sie entworfen habe. Verflucht noch mal, so intrigant ist sie gar nicht. Anscheinend will sie nur geliebt werden“. Das geht in alle denkbaren Richtungen.
Schließlich ist einer der absolut ungeschlagenen Vorteile des Vampire Live seine soziale Seite. Wenn man sich beispielsweise allein ansieht, wie sich Insancta Vitae entwickelt hat. Aus einem Freundeskreis, der anfänglich die SL war, hat sich ein gigantischer Freundeskreis gebildet, der über das Live hinaus vieles gemeinsam unternimmt. Auch an den Abenden kommt man sehr aktiv unter Leute und nur das Live Rollenspiel gibt uns die Gelegenheit, so etwas wie eine Domänenzeitung herauszugeben, wie du sie in der Hand hälst (oder wahrscheinlicher am Monitor liest).
Das alles sind Gründe, aus denen ich ehrfürchtig mein anfängliches Urteil revidieren muss, ja ich verneige mich vor dem Erfinder des Liverollenspiels und allen, die es möglich gemacht haben, eine Domäne ernsthaft zu beleben. Rollenspiel zahlt sich aus.“
Ich habe angefangen zu colorieren! Ich glaube, das ist mein drittes Produkt oder so. D&D-Charakter Nadiah.
Letzte Worte:
„Mensch: ein Lebewesen, das klopft, schlechte Musik macht und seinen Hund bellen läßt. Manchmal gibt er auch Ruhe, aber dann ist er tot. „
Tucholsky
Der Club der Individualisten
Ihr habt bestimmt doch auch schon einmal darüber nachgedacht:
Was wäre, wenn nur ich so wahrnähme, wie ich wahrnehme?
Was wäre, wenn ich ganz anders höre als alle anderen? Wenn Schmerz für mich in Wirklichkeit viel intensiver ist? Wenn blau nur für mich so aussieht, wie ich blau kenne, und für alle anderen ist es violett, doch wir können uns nicht darüber austauschen, weil alle es blau nennen?
Was wäre, wenn meine Gedanken tiefsinniger sind, als die der anderen, wenn ich überhaupt mehr nachdenke? Was wäre, wenn ich der einzige bin, der in dieser Nacht den Mond bemerkt?
Ich glaube, dass es normal ist, sich solche Fragen zu stellen. Keine primären Sinneseindrücke teilen zu können, sondern sie nur zu beschreiben, ist eigentlich eine wirklich gruselige und isolierende Sache, an die wir uns aber gewöhnt haben.
Versucht es aber einmal in die andere Richtung. Habt ihr euch schon mal gefragt:
Was wäre, wenn ich genau so bin wie jeder andere auch? Wenn ich nur unter der Oberfläche so ach-so-individuell bin, aber das was ich nach außen trage, ist dasselbe, wie bei allen anderen auch? Was wäre, wenn blau für mich so aussieht wie für jeden? Wenn es normal wäre, den Kopf zu heben und den Mond anzuschauen? Was wäre, wenn alles, was ich tue, biologisch und in der Norm ist, meinen Trieben entspricht? Was wäre, wenn ich nichts besonderes bin?
Das ist eigentlich der viel unheimlichere, beängstigendere Gedankengang. Es gibt in der pluralistischen Gesellschaft keine Einbuße, die größer wäre, als die eigene Originalität zu missen. Die eigene Idee, durch die man sich von anderen abhebt.
Wir versuchen sie durch Kleidung, oder durch Sprache, durch Hobbies oder veräußerte Ideen herzustellen und zu erhalten. Über unsere Individualität ist nichts erhaben. Diese Individualität, die beispielsweise von der Psychologie (ja genau deshalb) so vorsichtig umschlichen wird in der Erforschung der menschlichen Psyche. Sie versuchen eine Karte zu zeichnen, doch auf einem Gebiet lassen sie behutsam eine weiße Fläche, die Individualität heißt. Das ist nicht etwa eine Ungenauigkeit. Es ist die Rücksicht auf die Gefühle der erforschten Objekte, der Menschen also. Es ist der selbe Grund, warum man keine Tauchsonde nach Loch Ness schickt.
Ob sie nun da ist oder nicht.
Und was die Psychologie jedem Menschen pauschal zuschreibt, sehen die meisten durchaus als beschränktes Gut und beanspruchen es für sich. Die meisten wollen sich doch gern von der Masse abheben. Interessant übrigens. Je mehr Menschen ich im Laufe meines Lebens kennen lerne, desto öfter frage ich mich, wer eigentlich diese Masse bildet. Zumindest habe ich noch keinen daraus kennengelernt.
Es gibt, wenn man von Originalität spricht, drei Arten von Menschen.
Die, die es geschafft haben, dass andere sie für originell halten;
Die, die glücklich ihren alltag verleben, weil sie über solcherlei Dinge nicht nachdenken;
Und die, die keine Idee besitzen, aber leider Gottes intelligent genug sind, zu erkennen, dass sie keine Idee besitzen.
Die letzteren strengen sich immer besonders an, originell zu sein. Es sind diese Männer beispielsweise, in die ich mich, als ich jünger war, öfter verliebt habe.
Die intellektuellen Romantiker mit ihrer Bemühung zum Detail und ihrer affektierten Tragik in Benehmen und sprechweise, die die Welt als entfremdetes und armselig verwahrlostes Konstrukt bemitleideten (einschließlich ihrer Bewohner und sich selbst) und Gedichte schrieben.
Heute denke ich, würde ich mich eher in bodenständige Männer verlieben, die zwar klug sind, aber eben klug genug zu wissen, dass die Welt richtig ist und jede Dramatik aus uns heraus rührt, und zwar einfach aus unserer Freude an der Dramatik heraus. (Wenn ich darüber nachdenke, habe ich mit meinem Freund eine gute Wahl getroffen).
Darum mein Rat an alle Individualisten dieser Welt:
Individualisten haben wir genug. Hebt euch dadurch ab, dass ihr einverstanden seid. Ich versichere euch: Die Leute werden Augen machen! ;)
Letzte Worte:
Plötzlich rutscht der Bergsteiger aus und kann sich gerade noch an einem winzigen Felsvorsprung festhalten. Als seine Kräfte nachlassen, blickt er verzweifelt zum Himmel und fragt: „Ist da jemand?“ „Ja.“ „Was soll ich tun?“ „Sprich ein Gebet und laß los.“ Der Bergsteiger nach kurzem Überlegen: „Ist da
noch jemand?“
Split Brain
Wenn ich die Überschrift so schreibe, klingt sie nach einem guten Titel für einen Horrorfilm.
Aber in Wirklichkeit will ich einfach aus der fantastischen Welt dessen berichten, was ich studiere.
Wir sind uns irgendwo alle einer eigenen Persönlichkeit und einer eigenen Willenskraft bewusst. Wenn wir Handlungen vollführen, Entscheidungen treffen, ja nur eine Bewegung tun, scheint uns unser Organismus, Geist mit Körper, einheitlich.
Physiologisch sieht die Sache anders aus und wir fragen uns: Was zur Hölle ist eigentlich unsere Persönlichkeit und zu wie weit sind wir nur Maschine?
Ich schneide dieses Thema auf Ebene eines interessanten Gedankens an: Was ist, wenn man unsere beiden Hirnhälften in der Mitte trennt? Das ist nicht unrealistisch und wird bei Epilepsie-Patienten gemacht, um ein Übergreifen der Krankheit von einer auf die andere Hemisphäre zu verhindern. Dabei wird das Corpus callosum durchtrennt, also grob gesagt die Nervenverbindung zwischen den Hemisphären. Damit steht jede Gehirnhälfte auf eigenen Beinen, es findet kein Austausch mehr statt. Interessant ist: Nach nur einigen Monaten nach der Operation zeigen die Patienten keinerlei äußerliche Auffälligkeiten. Sie haben keine Behinderung, noch eine Einschränkung. Nur experimentell kann das Hindernis sichtbar gemacht werden:

Die Versuchsperson sieht in der linken Gesichtshälfte, die mit der rechten Hemisphäre korrespondiert, einen Schlüssel. Mit der linken Hand, die von dieser Hemisphäre gesteuert wird, kann sie einen Schlüssel greifen. Sie kann aber nicht benennen, was sie da gegeriffen hat, weil das Sprachzentrum in der linken Hemisphäre lokalisiert ist.
Andersherum ist es genauso: Die Person kann das Wort Ring lesen und sprachlich wiedergeben. Die linke Hand der Person könnte aber nicht nach einem Ring greifen, weil die von der rechten Hemisphäre kontrolliert wird, die garnichts von einem „Ring“ weiß. Diese beiden Prozesse können übrigens gleichzeitig ablaufen, ohne dass sie einander stören. Diese Person ist plötzlich fähig, zweifache Aufmerksamkeit aufzubringen.
Die Einheit des Körpers ist nur Täuschung. Der Patient hat gelernt, seine kontralaterale Körperseite einzuschätzen und auf sie einzugehen. Aber er besitzt zwei getrennte Willen! In den Tagen und Wochen direkt nach der Operation ist es deutlich. Die Bewegungen sind unkoordiniert, oft kann die rechte Hand die linke nur kontrollieren, indem sie sie festhält. Die linke Hand und insgesamt die linke Körperhälfte werden oft als fremd empfunden und unmöglich kann der Patient benennen, was seine linke Körperhälfte tut (weil sie ja von der rechten Hemisphäre gesteuert wird, während das Sprachzentrum in der linken ist).
An dieser Stelle stellt sich eine tief philosophische Frage nach dem Bewusstsein. Im Lexikon der Neurowissenschaften sind zu dieser Frage folgende Thesen angegeben:
1) Das Bewußtsein ist bei Split-Brain-Patienten nicht geteilt, weil die Hemisphäre ohne Sprachfähigkeit (in der Regel die rechte) nicht bewußt ist.
2) Das Bewußtsein wird nur unter den experimentellen Randbedingungen geteilt, ist aber im Alltagsleben eine Einheit.
3) Das Bewußtsein wird die ganze Zeit geteilt.
4) Das Bewußtsein ist geteilt, aber nur in einer Weise, die deutlich macht, daß auch unter normalen Bedingungen ständig zwei Bewußtseine in einem Kopf lokalisiert sind.
5) Keine dieser Interpretationen paßt zu den Tatsachen, und deshalb müssen wir unsere Annahme aufgeben, daß eine scharfe Trennung zwischen einem Bewußtseinsstrom und zweien getroffen werden kann.
Es ist kaum möglich, hier wissenschaftlich eine Antwort zu finden und eine der Thesen auszuwählen.
Ich persönlich bin, da ich das Gehirn die letzten Monate sehr intensiv studieren musste, inzwischen zu einem maschinenhaften Bild unserer Funktionsweise gekommen. Bewusstsein ist ein Neuronensturm im Gehirn. Liebe, Angst, Philosophie, Gott, Kunst, Faulheit und Vorfreude auch.
Aber: Was soll’s. Ich bin okay damit und glücklich, und wenn das strominduziert ist, ist Strom was Gutes.
So. Lasst euch nicht von der Wissenschaft verstören.
.
.
Mein heutiges Bild habe ich „Henriette“ genannt. Ich habe mir überlegt, ob ich mir die Mühe machen soll, sie jemandem ähnlich sehen zu lassen, aber ich habe mich dagegen entschieden. Es gab kein Model für dieses Bild. Sie heißt einfach Henriette, weil sie wie eine Henriette aussieht.
Weisheit 0.1
„Halb so schlimm. Das kleine Stückchen schaffe ich auch ohne“, sagte der Fallschirmspringer, dessen Schirm sich nicht geöffnet hatte, einen Meter über dem Boden.
(Mein momentaner Zustand)
Ein sozialkritisches Manifest an Rollenspielsysteme
Logik und Unlogik liegen oft nah bei einander. Außer man spielt Rollenspiele.
Gerade bei Fantasy-Rollenspielen tendiert Logik dazu, sich wimmernd unter der Couch hinter den Pizzakartons zu verstecken. Darum werde ich hier keine Kritik an mehr oder weniger logischen Fantasywelten üben. Das wäre spaßverderberisch und unproduktiv. Es ist ja nicht umsonst „Fantasy“. Nein. Das wäre zu einfach.
Ich habe mich lange Zeit geweigert, bei Vampire mal Dark Ages zu probieren. Der Grund ist einfach. Ich hasse es, männliche Charaktere zu spielen und weibliche wären in dieser Welt vollkommen aufgeschmissen. Mal ehrlich. Was soll ich in „Dark Ages“ mit einer Frau? Sie kommt zu Person X um Handlung Y zu beantragen und der fragt nach ihrem Vormund?
„So ist das im Rollenspiel aber meistens nicht“, werdet ihr denken. Richtig.
Im Rollenspiel gibt es keine Ungleichberechtigung.
Weder zwischen Mann und Frau, noch zwischen schwarz und weiß, noch zwischen verschiedenen Göttern, die angebetet werden. Zwischen Elfen und Ogern kann es da immer Komplikationen geben wie sie wollen. Aber Geschlecht, Rasse und Religion sind tabu!
Im Übrigen glaube ich, dass das durchaus ausdrücklich so ist. Ich denke nicht, dass ein Verlag es sich leisten könnte, ein System rauszubringen, in dem irgendeine Art der Diskriminierung auftaucht. Das wäre gegen unsere modernen demokratischen Prinzipien.
Gut, ich habe nichts gegen moderne demokratische Prinzipien. Ich stehe dahinter. Aber: Wenn man, rein zufällig, vor allem beim historischen Rollenspiel ein wenig auf Authentizität achtet, wie soll man das zusammen kriegen?
Mitspieler bedenken sowas selten. In Dark Ages Mage spiele ich eine weibliche Jüdin. Das ist eine Rolle, die eigentlich dafür prädestiniert ist, entweder umgebracht, oder, schlimmer: überhört zu werden. Der Meister sieht das auch ganz realistisch und wenn sie im Mob gegen jemanden läuft, wird sie auch verprügelt. Aber im Umgang mit den anderen Charakteren der Gruppe sieht das anders aus. Das muss man sich so vorstellen, dass sich auf einem Haufen etwa 3 bis 5 Freigeister gesammelt haben (alles Männer), die schon unverschämt früh etwas gegen die Unterdrückung der Frau haben. Darum darf sie auch die Befehle geben.
Ich hatte neulich auf dem Vampire Live, wo ich eine ältere Blinde spiele, eine interessante Begegnung mit einem ebenfalls älteren Brujah, der sie „Krüppel“ nannte. Aus irgendeinem Grund war die ganze Domäne entsetzt, „wie kann man denn eine blinde Person Krüppel nennen, das ist doch asozial“…
Seltsam. Jeder, der in diesem Raum höchstens über 100 war, sollte sich daran eigentlich nicht stören. Ich fand diese Aussage vom betreffenden Spieler sehr realistisch, und, in Out-Game-Begriffen, mutig.
Mein Freund und ich haben uns über andere lustige Unstimmigkeiten in Rollenspielen Gedanken gemacht.
Woher bekommen Händler eigentlich ihre Ware, die nicht Getreide ist?
Wieso riechen Charaktere immer gut, obwohl sie wochenlang durch Wälder ziehen?
Warum geben sich Charaktere mit schäbigen oder garkeinen Wohnungen zufrieden, wenn sie ihr Geld für Schwerter ausgeben?
WANN verrichten Charaktere ihr Geschäft?
Warum sitzen Monster in Dungeons nur darauf wartend, dass man sie schlachtet?
Wovon ernähren sie sich?
Körbi hat den Vorschlag gemacht, dass ein Dungeon ja vermutlich eine Art Ökosystem beinhaltet, nämlich gibt es neben den Jägern (Monster) sicher auch Bäute (nehmt… Ratten).
Eine Plotidee:
Die Gruppe muss aus Dungeon X Artefakt Y holen. Ihr begegenen z Monster, die sie alle grausam schlachten. (Oder von ihnen geschlachtet werden, dann Abenteuer an dieser Stelle beendet). Sie holen das Artefakt heraus, bringen es dem König von Hastenichtgesehen und sind glücklich und reich.
Leider haben sie ein bestehendes Ökosystem zerstört, was durch die Ausrottung des Räubers die Beute hat sprunghaft vermehren lassen, die Ratten kriechen aus dem Dungeon und bevölkern die umliegenden Dörfer und Felder. Sie zerstören durch ihre Vielzahl die Ernte, das gesamte Land fällt einer vernichtenden Hungersnot zum Opfer.
Man kann seine Spieler immer gut damit überraschen, das Gesetzt des „Fantasy, ist doch alles“ durch unangekündigten und geschickten Einsatz von Logik zu überrumpeln. Danach kann man eine unschuldige Mine aufsetzen und sagen: „Damit hättet ihr rechnen können“.
Hätten sie natürlich nicht. Es gibt keine Logik im Rollenspiel.
Besuchenswert
Das Internet ist der natürliche Feind der Hausarbeit.
Wenn man gerade für die anstehende Prüfung lernen müsste, die Küche putzen und auch einkaufen, sitzt man normalerweise vor dem Recher und vertreibt sich die Zeit mit stumpfsinnigem Zeug.
Hier präsentiere ich meins.
1. Best of Webcomics:
Es gibt wenig cooleres als einen Doktor. Und es gibt wenig cooleres als einen Ninja. Darum gibt es absolut nichts cooleres, als einen Doktor, der gleichzeitig ein Ninja ist.
Ungeachtet des kuriosen Aufzugs ist der Humor sehr erwachsen und gut.
Gone with the Blastwave ist der zynischste Comic, den ich je gelesen habe. Er hat nur 37 Seiten und bringt ungefähr 8 neue pro Jahr aus. Dafür gibt es ihn in allen Sprachen und er ist ironisch. (Was in der heutigen Jugend als Intelligenz gilt).
Least I could do… äh… Dinge sind nicht immer so kindisch, wie sie scheinen? Es geht um Sex. Meistens. Sie haben ein Lama.
SoreThumbs ist ein seeeehr amerikanischer Comic und darum geht es um Videospiele und Politik. Er lohnt sich, wenn man ihn von Anfang an liest.
Saturday Morning Breakfast Cereal ist… krank. Und lustig. Vor allem aber: Es updatet jeden Tag!
2. Spiele
Nur ein Link, aber viele Spiele: Das ist die süßeste, unmodernste, unkommerziellste Seite, die ich gesehen habe. Eine Ansammlung herzerwärmender, kinderfreundlicher und süchtigmachender Flash-Games:
So, das reicht jetzt. Ich muss für meine Prüfung lernen. …oder ich versuche noch meinen Rekord bei „Pocketful of Stars“ zu brechen….
Übrigens habe ich neulich meine Shadowrun-Gruppe illustriert:




