Blog zieht um!
Ich habe in diesem Blog regelmäßig viele Besucher. Endlich habe ich es geschafft, mir eine Plattform für meine vielen Veröffentlichungen zu bauen, wie ich sie haben wollte. Alle Artikel, Bilder und Inhalte dieses Blogs, und viel mehr, findet ihr ab jetzt unter
marinaslied.de
Zum Auftakt habe ich auch das erste Posting veröffentlicht, das hier nicht zu finden sein wird, nämlich eines über die Liebe zu Daten, Wahrheit und Privatssphäre.
Bitte besucht mich auch auf der neuen Seite regelmäßig, schaut euch meine Bilder in der Galerie an und kommentiert.
Dieser Blog wird ab heute nicht mehr aktualisiert werden.
Eure Marina
Man kann mir jetzt auch Fragen stellen.
Und zwar hier!
Die beste und kreativste Frage gewinnt einen Kuchen.
Und hier ist noch ein Bild von einem alten italienischen Ritter, eine Auftragsarbeit.
Ode an Wuppertal
Ich bin wieder einmal in Wuppertal. Vier Jahre ist es jetzt her, dass ich hier weggezogen bin. Aber wie der Bus sich so den Berg hochmüht, stelle ich fest, dass sich kaum etwas verändert hat. An denselben Häusern hängen dieselben Schilder und lassen sich vollregnen. Von den schalen Fensterläden dieser Stadt fließen die Spuren von vielen Jahren von Regen ohne Neuanstrich. Hin und wieder eröffnen sich zwischen den Häuserfassaden die alten, schönen Aussichten auf hügelige Wälder.
Ich hätte gedacht, wenn ich von hier weg bin und nur vier mal im Jahr zu Besuch komme, wird sich die Stadt mit jedem Besuch verändern. Aber ich stelle fest, dass es hier so ist, als sei ich nie weggewesen. Und ich bedauere es.
Das Entspannte an Wuppertal ist, dass ich mir hier keine Mühe zu geben brauche, gut auszusehen oder energisch zu wirken. Darauf achtet hier irgendwie niemand. Bei mir nicht, bei sich sind. Die Leute haben die Augen gesenkt und gehen ihren Tätigkeiten nach. Mittelmäßig, bescheiden, so Phil Collins.
Die einzige schilldernde Figur ist die etwa 50-jährige Transe neben mir, mit den Netzstrümpfen und der Alkoholikernase.
Nein, Wuppertal, du bist nicht schön. Du versuchst es nichtmal. Ich meine, wenn eine Stadt sich bemüht, auf fremde, naive Gemüter den Eindruck einer vernünftigen Stadt zu erwecken, dann fängt sie doch bestimmt am Bahnhof an. Dein Bahnhof hat bestenfalls etwas heimeliges. Man kennt jeden Penner hier beim Namen und die fetten Tauben und ihre Exkrimente und die Baustelle, an der sich seit 5 Jahren nichts getan hat. Ein öder Tunnel, hinter dessen zerbrochenen Glasvitrinen alte Werbeplakate verstauben. Die Sprayer waren hier aktiv, aber nur so halbherzig.
Ich bin fasziniert, wie Leute hier leben, wenn sie einmal die Luft einer echten Stadt gerochen haben. Wuppertal ist ja keine Stadt. Wuppertal ist sechs Dörfer. Über die Hälfte von Wuppertals Einwohnern ist älter als Wuppertal.*
Die Leute schimpfen über dich. Über deinen Regen und deine Menschen und deinen Verkehr. Und um ehrlich zu sein… auch ich habe nicht viel gutes zu sagen. Wuppertal. Die Stadt mit der höchsten Depressionsstatistik Deutschlands. Wuppertal. Dieses betonierte Nest in den Hügeln. Wuppertal. Wenn Münster die regenreichste Stadt ist, wurde Wuppertal von der Statistik gespült. Warum gibt es dich, und die alte Schule, und die alten Leute? Wie haben wir es damals alle ausgehalten? Wir machten Picknicks auf deinen Wiesen und tauschten auf deinen Schulhöfen tief enttäuschte Blicke aus. Es war okay. Solange man es halt nicht besser wusste.
Normalerweise enden meine Blogposts ja immer mit einem optimistischen, herzlichen Gedanken. Aber hier weiß ich nicht viel … nein, halt. Vielleicht das: Wer Wuppertal übersteht, der schafft es überall. Aus diesem Tal geht es nur noch bergauf! Wir müssen alle früher oder später über die Wupper gehen. Dann doch lieber früher, und man hat es hinter sich.
Lassen Sie sich von jemandem sagen, der in Wuppertal aufwuchs: Keine Stadt auf dieser Welt ist so hässlich und deprimierend, dass man sie nicht mit dem Herzen schön finden könnte.
Vorausgesetzt, man will es.
*möglicherweise.
—–
Hey! Plötzlich ist auf der Seite über mich ein FAQ aufgetaucht. Es ist vielleicht, oder auch nicht, spannend.
Nachrichten, Gute
Ich will nicht vorschnell sein oder der Nation betrogene Hoffnung bescheren, aber:
Gestern roch die Luft zum allerersten Mal nach Frühling!
Ich meine es ernst. Dieser lange und ausnahmsweise ehrliche Winter, der mit Schnee und Frost und Weihnachten und Neujahr und allem daherkam, was man von einem Winter erwartet, hat gestern zum ersten Mal wieder einer milden Sonne platz gemacht und genau die Art von Wetter erlaubt, bei der Kinder zum ersten Mal im Jahr ihren Mantel ausziehen und nur im Pullover rumlaufen.
Das war immer einer meiner Lieblingstage im Jahr.
Freut euch mit mir!
*tanz*
Ich bin wieder da.
Hallo, geneigte Leser.
Ich habe schon ewig keinen Eintrag mehr hier verfasst. Das geht so:
Zuerst fällt einem akkut nichts ein. Dann hat man zu viel Stress zu schreiben. Dann vergisst man den Blog eine Weile. Dann fällt einem ein, dass man etwas schreiben müsste, doch man hat ein zu schlechtes Gewissen allein beim Gedanken, also spielt man lieber noch eine Runde Tetris.
Ich verspreche aber, die Korrespondenz ab sofort wieder aufzunehmen und mit neuen Werken zu bereichern.
In diesem Eintrag will ich nur darauf hinweisen, dass ich wieder eine Ausstellung habe.
Die Eröffnung ist am 01.08.09 in der Weberstraße 64 in Gelsenkirchen.
Ich werde dort erstmals neue Werke ausstellen, die ich hoffentlich bis dahin fertig habe.
Ich verabschiede mich zurück an die Leinwand.
Neuer Tag
Eingie Dinge, die ich heute, zwischen Tag und Nacht irgendwann, mich von meinem Kater erholt, sagen möchte.
1. Wenn man bei der Google-Bildersuche “hässliche Personen” sucht, ist der erste Treffer ein Selbstportrait von mir.
1a. Das ist nicht nett.
2. Wenigstens sind aber auch schon Leute über den Suchbegriff “schöne Jüdin” auf mich gestoßen. Die Statistiken sind spannend bisweilen.
3. “Tu vas me détruire” ist nicht nur ein atemberaubendes Lied per se. Dieses Video ist das schönste, das ich je gesehen habe und ich weine regelmäßig dabei.
4. Heute wieder nichts geschafft. Wie wir doch die Sekunden verschwenden…
Ich habe gestern alles eingescannt, was nach der Party auf dem Deckel meines Scanners lag.
Warum ich nicht mehr schreibe
Schreiben, wie pinkeln, soll man erst, wenn es garnicht mehr anders geht.
Interludum: Aufgefallen!
Normalerweise beginne ich meine Charaktere mit einem Aussehen. Ich denke es mir nicht extra aus, sondern ich habe es im Kopf. Mein Charakter Masha zum Beispiel entstand vor zwei Jahren, sie ist bis auf den heutigen Tag mein absoluter Liebling. An ihrem Aussehen hat sich recht wenig verändert. Das ist eine der ersten Skizzen, die ich von ihr hatte:

Danach machte sie eine lange Persönlichkeitsentwicklung durch, wurde verfeinert, es entstanden einige Kapitel eines Romans über ihr Leben.
Ihr Aussehen wurde im Laufe der Illustrationen immer spezifischer:
Irgendwann sah sie auf jeder Zeichnung gleich aus. Ich hatte ihr Gesicht mit all seinen schönen Seiten und Makeln im Kopf. Oftmals kommt es vor, dass wir jemanden finden, von dem wir sagen: “Hey, so ähnlich sieht mein Charakter aus!”. Aber weil ich Mashas Aussehen schon so fest in meiner Vorstellung hatte, habe ich niemanden gefunden, von dem ich das behaupten konnte.
BIS ich heute auf ein Portrait von Doris Day stieß!

Und nun nochmal zum Vergleich.
Links: Ein Portrait von Doris Day, Rechts, eine Zeichnung von Masha
Glaubt ihr an Zufall?
Ich nicht.
;)
(Hier noch meine neueste Arbeit von Masha, diesmal in einer für mich vollkommen neuen Technik. Entstanden, während ich hätte Physiologie lernen sollen. Wenn ich bei der Prüfung durchfalle, dann nur, um euch dies hier präsentieren zu dürfen:)
Hallo Welt
Dies ist der übliche Anfangspost. An diesem Punkt will ich was metaanalytisches zum Blog an sich sagen. Jeder fängt einen an, kaum einer führt ihn über das dritte Posting hinaus und noch weniger davon haben tatsächlich was zu sagen.
Ich habe auch nichts zu sagen. Das heißt, nichts in dem Stil, wie ein Autor es zu sagen hat, wenn die Idee in seinem Kopf gereift ist und er sich an ein Buch setzt und es schreibt. Ich habe mehr auf diese Weise was zu sagen, wen die Idee noch nicht gereift ist, sondern fragmentiert, bruchstückhaft vorliegt, sich aber für so genial hält, dass sie schon in diesem embryonalen Status ausgesprochen werden möchte. Ein Blog ist hier die Ideale Plattform.
Ich habe nicht vor, mich einem bestimmten Thema zu widmen. Ich habe einfach vor, meine Gedanken und Erfahrungen hier niederzuschreiben, die Art und Weise, wie ich die Welt sehe. Außerdem will ich hier einige meiner Bilder und Comics veröffentlichen, bevor sie groß auf meine Seite gehen. Es folgen auch Buchrezessionen (ich lese viel russische Klassik, wenn ihr also lesefaul seid und trotzdem mit eurem Wissen über Tolstoi und Dostojewski hier angeben wollt…)
Einige Worte zu mir.
Ich bin Marina Weisband, 19, geboren in Kiew, der Hauptstadt der Ukraine und dort aufgewachsen. Vor etwa 10 Jahren kam ich als Kontingentflüchtling nach Deutschland. Nach einer ziemlich harten Pubertät und Schulzeit studiere ich jetzt Psychologie an der Universität Münster und bin damit sehr glücklich. Meine Interessensgebiete liegen in der Kunst und Philosophie, Literatur, Psychologie und Geschichte. Ich spiele gern Theater und Rollenspiele. Nebenher mache ich hobbymäßig auch tausend andere Sachen, zum Beispiel programmiere ich ein bisschen. Ich schätze, ich kann und werde mich nicht entscheiden, was “mein Lebensinhalt” ist, aber wozu auch?
Anbei, was ich in letzter Zeit so gezeichnet habe.
(Das Bild ist von gestern, es bezieht sich auf die Charaktere Masha und Andrej, zwei Vampire-Rollenspiel-Charaktere, die ihr noch kennen lernen werdet ;) )



