Ich bin wieder da.
Hallo, geneigte Leser.
Ich habe schon ewig keinen Eintrag mehr hier verfasst. Das geht so:
Zuerst fällt einem akkut nichts ein. Dann hat man zu viel Stress zu schreiben. Dann vergisst man den Blog eine Weile. Dann fällt einem ein, dass man etwas schreiben müsste, doch man hat ein zu schlechtes Gewissen allein beim Gedanken, also spielt man lieber noch eine Runde Tetris.
Ich verspreche aber, die Korrespondenz ab sofort wieder aufzunehmen und mit neuen Werken zu bereichern.
In diesem Eintrag will ich nur darauf hinweisen, dass ich wieder eine Ausstellung habe.
Die Eröffnung ist am 01.08.09 in der Weberstraße 64 in Gelsenkirchen.
Ich werde dort erstmals neue Werke ausstellen, die ich hoffentlich bis dahin fertig habe.
Ich verabschiede mich zurück an die Leinwand.
Neuer Tag
Eingie Dinge, die ich heute, zwischen Tag und Nacht irgendwann, mich von meinem Kater erholt, sagen möchte.
1. Wenn man bei der Google-Bildersuche „hässliche Personen“ sucht, ist der erste Treffer ein Selbstportrait von mir.
1a. Das ist nicht nett.
2. Wenigstens sind aber auch schon Leute über den Suchbegriff „schöne Jüdin“ auf mich gestoßen. Die Statistiken sind spannend bisweilen.
3. „Tu vas me détruire“ ist nicht nur ein atemberaubendes Lied per se. Dieses Video ist das schönste, das ich je gesehen habe und ich weine regelmäßig dabei.
4. Heute wieder nichts geschafft. Wie wir doch die Sekunden verschwenden…
Ich habe gestern alles eingescannt, was nach der Party auf dem Deckel meines Scanners lag.
Interludum: Aufgefallen!
Normalerweise beginne ich meine Charaktere mit einem Aussehen. Ich denke es mir nicht extra aus, sondern ich habe es im Kopf. Mein Charakter Masha zum Beispiel entstand vor zwei Jahren, sie ist bis auf den heutigen Tag mein absoluter Liebling. An ihrem Aussehen hat sich recht wenig verändert. Das ist eine der ersten Skizzen, die ich von ihr hatte:

Danach machte sie eine lange Persönlichkeitsentwicklung durch, wurde verfeinert, es entstanden einige Kapitel eines Romans über ihr Leben.
Ihr Aussehen wurde im Laufe der Illustrationen immer spezifischer:
Irgendwann sah sie auf jeder Zeichnung gleich aus. Ich hatte ihr Gesicht mit all seinen schönen Seiten und Makeln im Kopf. Oftmals kommt es vor, dass wir jemanden finden, von dem wir sagen: „Hey, so ähnlich sieht mein Charakter aus!“. Aber weil ich Mashas Aussehen schon so fest in meiner Vorstellung hatte, habe ich niemanden gefunden, von dem ich das behaupten konnte.
BIS ich heute auf ein Portrait von Doris Day stieß!

Und nun nochmal zum Vergleich.
Links: Ein Portrait von Doris Day, Rechts, eine Zeichnung von Masha
Glaubt ihr an Zufall?
Ich nicht.
;)
(Hier noch meine neueste Arbeit von Masha, diesmal in einer für mich vollkommen neuen Technik. Entstanden, während ich hätte Physiologie lernen sollen. Wenn ich bei der Prüfung durchfalle, dann nur, um euch dies hier präsentieren zu dürfen:)
Hallo Welt
Dies ist der übliche Anfangspost. An diesem Punkt will ich was metaanalytisches zum Blog an sich sagen. Jeder fängt einen an, kaum einer führt ihn über das dritte Posting hinaus und noch weniger davon haben tatsächlich was zu sagen.
Ich habe auch nichts zu sagen. Das heißt, nichts in dem Stil, wie ein Autor es zu sagen hat, wenn die Idee in seinem Kopf gereift ist und er sich an ein Buch setzt und es schreibt. Ich habe mehr auf diese Weise was zu sagen, wen die Idee noch nicht gereift ist, sondern fragmentiert, bruchstückhaft vorliegt, sich aber für so genial hält, dass sie schon in diesem embryonalen Status ausgesprochen werden möchte. Ein Blog ist hier die Ideale Plattform.
Ich habe nicht vor, mich einem bestimmten Thema zu widmen. Ich habe einfach vor, meine Gedanken und Erfahrungen hier niederzuschreiben, die Art und Weise, wie ich die Welt sehe. Außerdem will ich hier einige meiner Bilder und Comics veröffentlichen, bevor sie groß auf meine Seite gehen. Es folgen auch Buchrezessionen (ich lese viel russische Klassik, wenn ihr also lesefaul seid und trotzdem mit eurem Wissen über Tolstoi und Dostojewski hier angeben wollt…)
Einige Worte zu mir.
Ich bin Marina Weisband, 19, geboren in Kiew, der Hauptstadt der Ukraine und dort aufgewachsen. Vor etwa 10 Jahren kam ich als Kontingentflüchtling nach Deutschland. Nach einer ziemlich harten Pubertät und Schulzeit studiere ich jetzt Psychologie an der Universität Münster und bin damit sehr glücklich. Meine Interessensgebiete liegen in der Kunst und Philosophie, Literatur, Psychologie und Geschichte. Ich spiele gern Theater und Rollenspiele. Nebenher mache ich hobbymäßig auch tausend andere Sachen, zum Beispiel programmiere ich ein bisschen. Ich schätze, ich kann und werde mich nicht entscheiden, was „mein Lebensinhalt“ ist, aber wozu auch?
Anbei, was ich in letzter Zeit so gezeichnet habe.
(Das Bild ist von gestern, es bezieht sich auf die Charaktere Masha und Andrej, zwei Vampire-Rollenspiel-Charaktere, die ihr noch kennen lernen werdet ;) )


