Leserbriefe in Lyrik

Vor wenigen Tagen hinterließ ein Gast einen rührenden Kommentar in meiner Galerie. Nur wenig später erhielt ich von ihm eine Email. Darin enthalten war ein Link, der mich bei einem Glas Wein in einer 20er-Jahre-Bar zu spontanem Lachen bewegt hat.

Slov ant Gali hat in seinem Blog eine Art Mini-Gedichtzyklus unter dem Namen „Für Marina“ veröffentlicht. Darin beweist er eine Beobachtungsgabe für die menschliche Psyche, die ich niemals jemandem zugetraut hätte, der lediglich einen Blog als Ausgangspunkt hat. Die Verse schwanken zwischen Leichtigkeit und Traurigkeit und einer macht nicht Halt vor gewissen charakterlichen Schwächen. Ich will ihm an dieser Stelle öffentlich dafür danken und einen dieser Verse veröffentlichen. Insgesamt gibt es derer drei, sie sind hier, hier und hier zu finden.

 

Für Marina (3)

Noch falten
Schmetterlinge
aus deinem Bauch
auf nackter Hand
die Flügel

Dir zucken die Glieder
zum nächsten Tanz
mit sich windenden Armen
himmelwärts doch
in unseren Breiten
überstehen Schmetterlinge
den Winter
nur aufgespießt
und deine Hände
vergessen
in Seife
was verflog

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