Vor- und Nachteile von Netbooks

Wir schreiben das Jahr 2010, etwa drei Wochen, nachdem ich die Kunst des mobilen Internets für mich entdeckt habe. Freilich hat so ein kleines Notebook, wie alles im Leben, Vor- und Nachteile.

Vorteile:

  • Internet surfen im Bus
  • Internet surfen am Bahnhof
  • Internet surfen in der Vorlesung
  • Der heimische 19″ erscheint einem GIGANTISCH!
  • Cybersex in der Vorlesung
  • Nie die Orientierung verlieren
  • Wikipedia, immer und überall

Nachteile:

  • Abends, schon im Halbschlaf, im Bett noch eine Handtasche kaufen
  • Vergessen, mit wem man gerade ausgeht
  • Wikipedia, immer und überall
  • Vergessen, wie man einen Kugelschreiber benutzt
  • Das Picknick nicht so richtig genießen können, weil man die xorg.conf par tout nicht findet
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Note: zwei

Ich arbeite momentan an einem sehr wichtigen Artikel zum Thema Kinderschutz im Internet: Wie die Position der Piratenpartei vereinbar ist mit der Forderung von Eltern und Pädagogen.

Aber ehe ich dazu komme, will ich mich beschweren.

Ich habe heute meine erste Diplomsprüfung gemacht und hatte als Note eine zwei.

Eine Zwei. Das ist doch keine Note. Das ist doch eine Unverschämtheit! Für sowas mach ich doch keine Prüfung.

Bei einer Drei… ja, da wäre das ganz anders. Bei einer drei könnte ich in Ruhe beginnen, Suizidgedanken zu spinnen. Bei einer Eins könnte ich mich freuen und wäre erleichtert.

Aber eine Zwei? Das ist so… H-Milch, so Phil Collins. Eine Zwei zu vergeben, das ist wie: „Wenn ich nicht zurückkomme, sagen Sie meiner Frau, dass ich sie… grüße.“

Zwei. Ein Traum von Toastbrot.

Unsinn spät nachts.

Angenommen, mein Leben wäre eine surreale Komödie. Wofür wäre das dann gut?

Ich meine, wenn nur ich das mitbekomme.

Also neulich nachts schlafe ich bei einem gewissen Menschen, bei dem ich sehr gern schlafe. Mein Freund, muss man hinzufügen, hat die Eigenschaft, immer ausgesprochen albern zu werden, wenn er müde ist. Neulich nachts versuchte er einzuschlafen, aber es gelang nur mir ohne Probleme.

Mitten in der Nacht erleuchtete ihn dann aber ein Gedanke, den er unbedingt mit mir teilen musste:

„Weißt du, was uns viel Zeit sparen könnte? Wenn wir unser Essen atmen könnten.“

Obwohl ich das generell für eine gute Idee hielt, war ich doch ziemlich müde und beschränkte mich zur Antwort daher auf ein:  „Aha?“

„Ja“, sagte er begeistert: „Es könnte Schweinebrateninhalatoren geben! Mit Extrabatterien für Erdbeerpudding. Und für Kartoffeln.“

„Kartoffeln schmecken nach nichts.“

„Ja, das sind ja auch die billigsten.

Wenn man sie an die Wand sprüht, wachsen da echte Kartoffeln. Und wenn die sich ganz doll lieb haben, kommt neues Kartoffelspray heraus.“

„Ich glaube, ich könnte nicht schlafen, wenn sich an der Wand Kartoffeln paaren würden.“, antwortete ich missmutig.

„Nein, das wäre ganz toll!“

„Das macht überhaupt keinen Sinn.“

„Doch. Es macht genau so viel Sinn wie ein Reh mit Benzin zu übergießen, es zu baden und dann an Greenpeace zu verkaufen. Zum Freundschaftspreis.“

Ich dachte, wenn ich schweige, hört es vielleicht auf.

„Der Stern stimmt mir zu!“, sagte er und deutete auf den im dunklen leuchtenden Stern über seinem Bett.

„Das ist ein normaler Plastikstern. Er kann nicht sprechen.“

„Doch. Er spricht sternisch. Marlon Brando lernt das gerade.“

Ich drehte mich herum und genoss einen Moment stille. Jetzt war es nicht mehr laut, sondern kalt. Der Fiesling hatte die Decke an sich gerissen.

„Gib mir bitte ein Stück von der Decke“, bat ich höflich.

„Nur unter einer Bedingung.“

„Unter welcher?“

„Adoptiere einen Affen.“

„WAS!?“

„Ich könnte ihm süße kleine Husarenuniformen anziehen und ihn dressieren. Und eines nachts wird er uns alle im Schlaf töten.“, sagte er mit verträumtem Lächeln.

Ich drehte mich weg.

„Weißt du, was lustig wäre? Wenn Bäume den Präsidenten wählen dürften.“

„…“

„Der Ahorn würde Horst Köhler wählen.

Stell dir vor, ein Duell zwischen Horst Köhler und einem Löwen!“

„Köhler würde verlieren.“

„Ja, vor allem weil er als Waffen nur zwei Steine hat. Einen in der Hand und einen in der Niere.“

Ich begann leise zu weinen.

Mein Freund setzte zu einem weiteren Satz an… holte Luft… und schlief ein.

Und die Moral von der Geschichte: Es gibt einen Gott.

Politisch korrekt gegipst

Sehen Sie sich bitte dieses Foto an.

Photobucket

Ist es nicht süß? Der niedliche kleine Junge am Ende des letzten Jahrhunderts sitzt da und wundert sich vermutlich, was eine Kamera ist. Herzerwärmend.

Wissen Sie, wer das ist?

Nein?

Nie gehört?

Den kennen Sie bestimmt.

Das ist Hitler.

Es ist mein neues Lieblingsspielzeug. Wenn ein Bekannter bei mir zu Besuch ist, zeige ich ihm das Foto. Üblicherweise findet dann folgender Dialog statt:

„Ooooh, wie süüß! Wer ist das?“

„Hitler.“

„Nein, ernsthaft, wer ist das?“

„Hitler.“

„Marina, mir reicht es mit deinem ‚Ad Hitlerum‘. Wer ist das wirklich?“

„Das ist Adolf Hitler als Baby. Das Foto ist aus dem deutschen Bundesarchiv.“

„Oh Gott.“

„Ja.“

„Sagst du es bitte niemandem, dass ich so reagiert habe?“

„Was bekomme ich?“

Der Rest variiert dann je nach sozialer Angst des Opfers.

Es ist heutzutage wirklich nicht leicht, um den Einstmals-Diktator herum zu kommen. Er taucht überall auf. Und zwar sowohl, weil er fast so gute Witz-Vorlage ist wie Batman, als auch weil er in sechs Buchstaben das ultimative Böse verkörpert. Früher hätte man „Teufel“ gesagt.

In anderer Meldung habe ich mir vergangene Woche mal wieder den rechten Arm gebrochen. Ich bin leider bei Regen in Tanzschuhen Fahrrad gefahren, bin dabei abgerutscht und mit dem Kopf in einen Baum gerasselt. Macht das nicht zuhause nach.

Wenigstens wurde ich jetzt operiert und habe eine tolle Titan-Platte im Arm, die verhindern sollte, dass ich mir das Handgelenk so schnell wieder breche. MechaMarina.

So eine Operation hat nicht nur Vorteile. Zum Beispiel tut das echt höllisch weh. Im Moment habe ich noch einen Gips um, aber mir tut garnicht so sehr der Knochen weh, wie die OP-Wunde. Um den Schmerz zu stillen, hilft es, den Arm hoch zu halten.

Mein Freund und ich waren neulich auf einem lockeren Spaziergang durch die Stadt unterwegs. Wir sahen beachtlich aus, siehe auch Foto unten. Er mit seiner Weste und Hut, mit Krawatte passend zu meinem Schultertuch… Ein Blickfang jedenfalls. Wir spazieren eben durch die Stadt Richtung zuhause, als mein Arm wieder wehtut. Wir setzen uns auf eine Parkbank. Es hilft nichts, ich muss den Arm hoch halten. Da ich noch Probleme habe, meinen Ellbogen zu beugen, muss ich den rechten Arm ausgestreckt hochnehmen, und zwar nur so weit, wie meine Schulter das zulässt.

Sie können sich die entstehende Pose vermutlich ausmalen. Die Leute guckten schon, und die Sache wurde mir sehr peinlich. Irgendwie musste man doch deutlich machen, dass die verehrung anstößiger Gesten nicht in unserer Absicht lag.

Wir saßen also dort auf der Parkbank, so gekleidet wie wir waren, und jedes mal, wenn ein Passant vorbei kam, grüßten wir uns verlegen:

„Shalom, Frau Weisband.“

„Shalom, Herr Rosenfeld.“

Ich kann nicht sagen, ob uns unsere Kleidung, meine Pose, oder doch das kleinlaute „Shalom“ die meisten Blicke einbrachten. Jedenfalls begann ich mich zu fragen, warum sowas immer in meinem Leben passiert.

Photobucket

Kochen bei 90°

Man sagt, wenn man anfängt, seinem Passbild ähnlich zu sehen, wird es höchste Zeit, Urlaub zu machen. Als ich neulich meinen Fahrausweis vorzeigte, beugte sich der Kontrolleur tief über das Passbild, betrachtete es eingehend, schaute mir ins Gesicht, dann wieder auf den Pass und sagte: „Sind Sie in Ordnung?“

Ich beschloss, dass es Zeit für eine Auszeit war. Geld zum Verreisen war leider keines da, also beschlossen der wichtigste Mann in meinem Leben und ich gemeinsam in die Sauna zu fahren.

Das beste Saunaangebot in der Nähe von Münster soll in Amelsbühren sein. Zum Glück ist die Anbindung sehr gut. Der zweite Bus, in den wir umstiegen, brachte uns fast bis zum Zentrum von Amelsbühren, von wo aus es keine zwei Kilometer mehr zu Fuß bis zur Sauna waren.

Nachdem wir von der Landstraße, an deren Rand wir gewandert waren, einbogen, sahen wir vor uns das riesige Territorium der Saunaanlage. Wir kamen hinein wie in ein gutes Hotel, kauften Tageskarten bei der gutaussehenden und natürlich blonden Frau am Schalter, liehen uns Schlappen (für ihn) und einen Bademantel (für mich) und stürzten uns ins Vergnügen.

Der durchschnittliche Saunabesucher ist über 50 Jahre alt und hat einen BMI von über 30. Ich weiß nicht, warum es so ist. Jedenfalls hat es ausgereicht, um mich mit meinen 21 Jahren und meinem BMI von Irgendwas-um-die-20 als Außenseiterin fühlen zu lassen.  Die durchschnittliche Bekleidung in so einer Anstalt ist übrigens: nichts.

Ich war überwältigt von den Möglichkeiten, die mir dieses Erholungszentrum bot: Sauna, Whirpool, Dampfbäder, Badeteiche, Ruheräumlichkeiten, in denen man sich sehr leicht verlaufen kann. Um ehrlich zu sein, hätte ich mich ohne die kompetente Führung meines Freundes vermutlich wirklich verlaufen und man hätte mich nach zwei Wochen halbverhungert in den Dünen eines Erholungsstrandes gefunden.

Trotz meiner unglaublichen Komplexe, mich vor anderen Leuten zu entkleiden (es kostet mich sogar Überwindung allein zuhause nackt herumzulaufen), und trotz mehrerer verzweifelter Fluchtversuche, die darin endeten, dass ich mich verlief und mein Freund mich fand und einfing, kamen wir nach einer ausgiebigen Dusche doch in eine Sauna hinein. Im ersten Moment hatte ich das Gefühl, Watte zu atmen. Aber Watte wäre vermutlich sauerstoffhaltiger gewesen. Ich setzte mich auf eine Holzbank, ignorierte damenhaft elegant die Blicke zweier älterer Männer, mit einem deutlichen Verweis an meinen zwei Meter hohen Begleiter und schlug die Beine übereinander. Die warme Temperatur stellte ich als gar nicht mal so unangenehm heraus. Ich fühlte mich wohl.
Nach fünf Minuten dachte ich: „Läuft.“
Nach zehn Minuten dachte ich: „Oh Gott, ich laufe!“
Nach fünfzehn Minuten dachte ich: „Hoffentlich kann ich hinterher noch laufen.“

Ich konnte es noch. Zumindest bis zur Dusche. Das kalte Wasser, das dort an meinem Körper hinunterfloss, gab mir den Rest.

Dann aber, nach angemessener Erholungszeit, muss ich gestehen, dass ich immer mehr Freude am Prozess fand. Mein Freund musste immer weniger Gewalt anwenden, um mich dort zu behalten. Wir hatten sehr viel Spaß und versuchten auch die anderen Kurgäste aufzuheitern, indem wir abwechselnd in das Schwimmbad sprangen, uns im Whirpool nassspritzten und lachend über das ganze Gelände rannten. Sie zeigten sich nicht ganz so dankbar, wie wir gehofft hatten.

Ich war von diesem Tag restlos begeistert. Als wir uns gegen halb sieben umzogen und auscheckten, fühlte ich mich entspannt, ausgeglichen, ruhig und wohl. Mein Körper schwebte fast, und ich war gleichzeitig angeregt, wie auch angenehm erschöpft. Jetzt nur noch in ein Bett fallen lassen.

Mit diesem schönen Gefühl machten wir uns auf den Weg, zwei Kilometer die Landstraße entlang. Zu Fuß. Durch den Schnee. Ich hasse mein Leben.

Fakten

(…die niemand braucht.)

16% aller Amerikanerinnen werden blond geboren, 33% sind derzeit blond. Von den TV-Sprecherinnen sind 64% blond, von den Miss Americas 65%.

Mücken werden besonders von Menschen angezogen, die zuvor Bananen gegessen haben.

Sämtliche Schwäne in England sind Eigentum der Königin.

Beim Niesen werden alle Körperfunktionen ausgesetzt, sogar das Herz.

In Los Angeles gibt es mehr Autos als Menschen.

Fledermäuse fliegen immer nach links, nachdem sie ihre Höhle verlassen haben.

Das erste Obst, das auf dem Mond gegessen wurde, war ein Pfirsich.

Man kann eine Kuh die Treppen hoch führen, aber nicht runter.

99% der Kürbisse, die in den USA verkauft werden, dienen zur Dekoration.

Schweine können nicht in den Himmel schauen.

Das Geräusch, das E.T. beim Laufen verursacht, wurde gemacht, indem jemand Götterspeise zerdrückte.

Die Seidenspringerraupe hat 11 Gehirne.

Das Guinness Buch der Rekorde hält den Rekord darin, am meisten aus Bibliotheken gestohlen zu werden.

Menschen können sich selbst nicht den Ellbogen lecken.

75% aller Menschen, die das lesen, versuchen, sich den Ellbogen zu lecken.

1740 wurde in Frankreich eine Kuh der Zauberei für schuldig befunden und gehenkt.

Die Chance zu sterben, indem man aus dem Bett fällt, liegt bei 1 : 2.000.000

Mit dem Kopf gegen die Wand schlagen verbraucht pro Stunde 150 Kalorien.